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Scania Flüssiggas-Lkw fährt seine bisher längste Strecke

    Als der neue Flüssiggas Scania R 410 seine Jungfernfahrt nach Spanien aus dem Depot von Wojtex Transport bei Białystok, Polen, antrat, herrschte noch einige Unsicherheit. Trotz monatelanger, mühsamer Planung wussten die Fahrer Łukasz Kubicki und Kamil Zieliński, dass der Betankungsprozess schwierig sein würde.

    Zehn Tage und 7'822 Kilometer später kehrten die beiden im Triumphzug zurück, nachdem sie die längste Transportstrecke aller Zeiten mit Flüssiggas zurückgelegt hatten.

    "Ich bin der Erste, der zugibt, dass dies eine sehr riskante Entscheidung war", sagt Eigentümer Wojciech Kusnerz. "Mit dieser Reise haben wir gezeigt, dass es möglich ist, diese Transporte durch ganz Europa durchzuführen, und ich bin überzeugt, dass dies der Kraftstoff der Zukunft ist."

    Die Entscheidung für diesen zukunftsweisenden Transport fiel nach einem sorgfältigen Planungsprozess durch den Fuhrparkleiter Kamil Filipowicz. Nachdem er über Karten, berechnete Entfernungen und Treibstoffverbrauch nachgedacht und sich an die wenigen Flüssiggastankstellen gewandt hatte, fühlte er sich einigermassen zuversichtlich. Und fast alles lief wie geplant, mit Tankstopps auf dem Weg nach Süden in Deutschland, Belgien, Frankreich und Spanien.

    Verschiedene Fülltechniken

    "Wir hatten geplant, in Rennes in der Bretagne zu tanken, aber es stellte sich heraus, dass wir die falsche Adresse hatten, und wir stattdessen in Richtung Gaël, 50 Kilometer westlich davon, unterwegs waren. Das einzige wirkliche Missgeschick war, dass die Station in Montélimarin in Südfrankreich geschlossen war, als wir dort ankamen, und wir unser Glück versuchen mussten und unsere Fahrt nach Spanien fortsetzten. Der Lkw war inzwischen 930 Kilometer mit einer Tankfüllung gefahren, aber es stellte sich heraus, dass wir noch 20 Prozent des Gases übrig hatten", sagt Łukasz Kubicki.

    Entlang der Strecke sammelten die Fahrer wertvolle Erfahrungen. So stellten sie beispielsweise fest, dass die Treibstoffpreise Abweichungen von bis zu 40 Prozent aufweisen und die Abfülltechniken von Land zu Land unterschiedlich sind.

    Geringer Kraftstoffverbrauch

    "Es ist gut zu lernen, wie alles funktioniert; das wird für kommende Fahrten sehr nützlich sein", sagt Fahrer Kamil Zieliński. "Alles in allem sind wir sehr zufrieden und der Truck ist wunderbar. Und der geringe Kraftstoffverbrauch! Wir hatten durchschnittlich 22,8 kg/100 km und auf der letzten Etappe unserer Reise von Berlin nach Białystok ist der Verbrauch auf 22,3 kg/100 km gesunken." (Flüssiggas wird in Kilo gemessen und entspricht in etwa der Einheit von Litern).

    Auf dem Weg nach Süden wurde der Kühlanhänger mit Rasen für Rasenflächen beladen und später in Frankreich wurden Kekse für die Lieferung nach Spanien abgeholt. Frachten für die Rückfahrt zu finden ist einfacher, und die Fahrer fuhren mit ihrem Lkw voller Orangen, Aprikosen, Pfirsiche und Heidelbeeren nach Hause.

    Planung einer 10'000 Kilometer langen Route

    Viele Jahre lang konzentrierte sich Wojtex Transport fast ausschliesslich auf Transporte nach Russland, war aber gezwungen, die Routen nach der Verhängung von Sanktionen zu verschieben. Heute macht Spanien drei Viertel des Nordverkehrs aus, mit Lieferungen nach Polen und Weissrussland. "Wir hatten früher eine Flotte von 30 Lastwagen, aber als das russische Geschäft ausfiel, mussten wir modernisieren, um in der EU fahren zu können. Wir haben jetzt 18 Lkw, fast alle Euro 6", erklärt Kusnerz.

    Getragen von den positiven Erfahrungen ist Wojtex für eine noch längere Reise wieder auf der Strasse, diesmal ist geplant über 2'000 Kilometer anzuhängen, um die 10'000-Kilometer-Marke zu überschreiten. Aber das schreckt die Fahrer in keiner Weise ab.

    "Die Umstellung von Diesel auf Flüssiggas wird kommen, es ist nur eine Frage der Zeit."

    "Mit unserem vorherigen Truck hatte man nach viereinhalb Stunden Rückenschmerzen, aber nicht in diesem neuen Scania. Mein Dank gilt den Ingenieuren von Scania", sagt Kubicki und lobt zusätzlich den Gasantrieb. "Das erste, was einem an dem Truck auffällt, ist, wie leise er ist. Tatsächlich war ich im Halbschlaf, als Kamil fuhr und dachte, dass wir uns nicht bewegen würden. Das Kühlaggregat war lauter als der Motor."

    Auch Inhaber Kusnerz ist begeistert von seinem neuen Truck. "Wir werden all unsere guten Erfahrungen teilen. Auf diese Weise können wir den Bau weiterer Tankstellen fördern. Der Wechsel von Diesel zu Flüssiggas wird kommen, es ist nur eine Frage der Zeit."

    Pressekontakt

    Tobias Schönenberger

    Leiter Marketing & Kommunikation

    Graziana Rickli

    Marketing Kommunikation