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Scania investiert SEK 1.5 Milliarden in energieeffiziente Giesserei

Scania plant eine Investition von rund SEK 1.5 Milliarden in eine neue Giesserei in Södertälje, Schweden, um die Produktionskapazitäten zu verdreifachen und den Energieverbrauch im Vergleich zu den in der bestehenden Giesserei angewendeten Technologien und Methoden um 50 Prozent zu verringern. Dank einer effizienteren Materialwirtschaft und einem optimierten Recycling wird zudem der Transportaufwand pro gefertigte Einheit stark reduziert. Betrieben wird die Giesserei mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

«Im laufenden Wandel hin zu einer Gesellschaft ohne fossile Brennstoffe werden noch mehr energieeffiziente Verbrennungsmotoren sowie mit Biotreibstoff und Gas betriebene Verbrennungsmotoren benötigt. Dies gilt insbesondere für Lastwagen und Busse im Fernverkehr. Die neue Giesserei wird entscheidend zur Bereitstellung solcher Motoren beitragen», sagt Ruthger de Vries, Executive Vice President, Head of Production and Logistics bei Scania.

Die Investition in eine komplette neue Giesserei ist eine der grössten Einzelinvestitionen von Scania in eine vollständig neue Industrieanlage. Dem Investitionsentschluss ging eine umfassende Analyse verschiedener Alternativen voraus. So wurden beispielsweise der vermehrte Zukauf von externen Lieferanten sowie der Umbau oder die Erweiterung der bestehenden Giesserei geprüft.

«Eine komplette neue Anlage für unsere Motorenproduktion ist aus ökologischer Sicht sowie aus Qualitätsgründen die kosteneffizienteste Lösung und die beste Alternative für die zukünftige Bereitstellung strategisch wichtiger Teile. Mit dieser Investition können wir zudem die wichtige Nähe zu unserer Forschungs- und Entwicklungsorganisation in Södertälje beibehalten. Das heisst, dass Södertälje weiterhin das Zentrum unserer europäischen Motorenproduktion darstellen wird», sagt de Vries.

Wärmerückgewinnung und effizientere Materialwirtschaft

Den Erwartungen zufolge wird der Energieverbrauch in der neuen Giesserei pro produzierte Tonne 50 Prozent tiefer liegen als in der bestehenden Anlage. Der grösste Energiegewinn wird durch Verbesserungen des Giessverfahrens und die Rückgewinnung der dabei erzeugten Wärme erzielt.

Mit der Einführung neuer Methoden in der Materialwirtschaft und des Recyclings wird auch der Transportaufwand pro hergestellte Einheit verringert. Die bedeutendste einzelne Energieeinsparung wird durch das Recycling des Sandes erzielt, der für die Herstellung der Giessformen benötigt wird, der sogenannten Kerne. Die neuen Recyclingverfahren ermöglichen die Rückgewinnung von 70 Prozent des Sandes. Mit der in der aktuellen Giesserei verwendeten Technologie wird gar kein Sand recycelt.

Der Sand wird über lange Distanzen per Lkw transportiert – dank des neuen Verfahrens werden diese Transporte auch bei einer Verdreifachung des Produktionsvolumens nicht zunehmen.

«Unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit heisst das, dass wir die Nutzung einer begrenzten Ressource reduzieren und trotz einer verdreifachten Produktionsmenge keine nachteiligen Klimaauswirkungen durch Sandtransporte erzielen», erklärt de Vries.

Grosse Rücksicht auf lokale Umweltauswirkungen

Der Entscheid von Scania, in eine vollständig neue Giesserei zu investieren, basiert auf der Berücksichtigung des lokalen Umwelteinflusses in Form von betriebs- sowie transportbedingten Lärm- und Schadstoffemissionen. Die 1914 erbaute aktuelle Giesserei befindet sich in einem Industriegebiet in der Nähe des Zentrums von Södertälje, während die neue Anlage in einem Randgebiet der Stadt gebaut wird, in der Tveta Industriezone westlich der E20-Route.

In Zukunft wird ausserdem die vorgesehene Verbesserung der Transportinfrastruktur in Södertälje, inklusive einer neuen Verbindung zur E20-Fernstrasse, eine weitere Reduzierung der lokalen Umweltbelastungen durch die Scania Transportdienste ermöglichen.

Die Planung für die neue Giesserei in Södertälje wird nach Abschluss der nötigen Umweltverträglichkeitsprüfung gestartet. Diese ist für den Frühling 2018 vorgesehen, und der Baubeginn für Januar 2019.

Bei maximaler Kapazitätsauslastung wird die neue Giesserei dieselbe Anzahl Mitarbeiter beschäftigen wie die bestehende Anlage, sprich knapp 200 Angestellte. 

 

 

Pressekontakt

Tobias Schönenberger

Leiter Marketing & Kommunikation