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Scania und BwFuhrparkServi­ce übergeben 130 Sattelzugmaschi­nen an die Bundeswehr

Scania Deutschland hat gemeinsam mit der BwFuhrparkService GmbH im brandenburgischen Prenzlau einige der 130 beschafften Sattelzugmaschinen vom Typ Scania R410 CA 6x4 MHA an die Bundeswehr übergeben. Die Fahrzeuge werden künftig anspruchsvolle logistische und militärische Aufgaben übernehmen.

Die Bundeswehr setzt im Bereich der schweren Transportfahrzeuge auf einen modernen Fuhrpark mit Scania Sattelzugmaschinen. Die BwFuhrparkService hatte als Mobilitätsdienstleister der Truppe bei Scania Deutschland 130 Sattelzug-maschinen vom Typ Scania R410 CA 6x4 MHA bestellt. Die für eine Nutzlast von bis zu 30 Tonnen ausgelegten Dreiachser ersetzen zu rund 75 Prozent die bisherige Flotte mit zum Teil über 25 Jahre alten Lkw. Mit der Übergabe der Sattelzug-maschinen Mitte Mai in der Prenzlauer Uckermark-Kaserne leistet Scania einen Beitrag zur Modernisierung des Bundeswehrfuhrparks.

Das Lastenheft fordert Sicherheit, Ergonomie und Flexibilität

„Die Ansprüche an die Fahrzeuge sind enorm hoch“, weiss Oberst Hans Werner Lahr vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) in Koblenz. Einen hohen Stellenwert besitzt demnach neben modernen Umweltstandards wie der Abgasnorm Euro 6 die Sicherheit der Soldaten am Arbeitsplatz. Hier überzeugt Scania mit der soliden Kabine der Baureihe CR19 und einer ausgezeichneten Ergonomie für den Fahrer. Ebenfalls einen hohen Stellenwert haben die Flexibilität und die Vielseitigkeit der Fahrzeuge. Sie müssen im Dienst Auflieger mit Containern, Planen und Kofferaufbau ebenso schultern wie einen Tieflader mit schwerem Gerät.

Spezialauftrag für das Fernmeldebataillon 610

Die Scania Sattelzugmaschinen kommen künftig in fast allen Truppenteilen der Bundeswehr zum Einsatz. Das in Prenzlau beheimatete Fernmeldebataillon 610 zählt dabei mit 27 Einheiten zu den Hauptnutzern innerhalb der Bundeswehr. Allerdings setzen die Fernmelder die Sattelzugmaschinen nicht wie in anderen Verbänden mit einem logistischen Auftrag ein. Ihre Aufgabe besteht darin, spezielle Auflieger wie einen mobilen Gefechtsstand an Ort und Stelle zu bringen. „Durch solche technische Konzepte im Flottenmanagement trennen wir die Funktionalität von der Mobilität und erhöhen damit die Effizienz für die Truppe“, erklärt Gösta Krieg, Vorsitzender der Geschäftsführung der BwFuhrparkService GmbH.

Aufwändige Anpassung an den Bedarf der Bundeswehr

Für Scania bedeutet die Lieferung der 130 Sattelzugmaschinen an die Bundeswehr eine neue Grössenordnung in den Geschäftsbeziehungen zur BwFuhrparkService. Von der Auftragsvergabe bis zur Übergabe hat das Projekt das Scania Team rund ein Jahr lang beschäftigt. In der Nomenklatur des BwFuhrparkService firmieren die Scania Sattelzugmaschinen als „handelsübliche Fahrzeuge mit militärischer Sonderausstattung (hümS)“. „Für die technische und militärische Anpassung der Fahrzeuge an die Vorgaben des Kunden und die damit verbundenen wehrtechnischen Prüfungen haben wir gemeinsam mit unserem Partner Sonntag Transport Technology aus Lennestadt ein sehr gutes Ergebnis erzielt“, sagt Stefan Weber, Regionaldirektor Scania West.

Eine besondere Sattelkupplung für mehrere Aufliegertypen

Die in Tarnfarbe lackierten Sattelzugmaschinen warten nach der Umrüstung auf der linken Seite hinter dem Fahrerhaus mit einer Staubox aus Aluminium mit einer seitlichen Klappe auf. Die Box mit Halterungen für Zubehör wie Wasserkanister, Feuerwehrlöscher, Lostteile und Tarnstangen ist zusammen mit einem Reserveradheber und einer Reserveradhalterung auf einem robusten Komponententräger hinter dem Fahrerhaus installiert. Eine Besonderheit am Chassis ist die Sattelkupplung. Die Sattelplatte und die Aufsattelhöhe sind variabel einstellbar, was die Kombination des Zugfahrzeugs mit unterschiedlichen Ausführungen von Aufliegern erlaubt.

Militärische Notwendigkeiten bestimmen den Umbau der Kabine

Das Fahrerhaus mit niedrigem Motortunnel und flachem Dach bietet nach dem Umbau Platz für drei Soldaten. Dazu hat Scania den luftgefederten Mittelsitz für das dritte Mitglied der Besatzung mit Hilfe von Bodenverstärkungen in das Fahrzeug integriert. An der Rückwand der Kabine befindet sich ein Rahmengestell mit Halterungen für Waffen, Munition und persönliche Ausrüstung. Zu den militärischen Notwendigkeiten gehört der Einbau einer mechanisch verschliessbaren Dachluke mit einem Traggestell zur Aufnahme einer Drehringlafette, die das Schwenken eines an der Lafette fixierten Maschinengewehrs ermöglicht.

 

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Sieglinde Michaelis, Interne und externe Kommunikation, Scania Deutschland GmbH
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