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Scania Driver Competitions – Dreiländerfinale in Pferdsfeld (D)

    Am 16. und 17. März 2019 durften je die 10 besten Fahrer aus Österreich, der Schweiz sowie die 20 besten aus Deutschland zum Dreiländerfinale antreten. Mit theoretischen und praktischen Übungen rund um den Lastwagen mussten die Chauffeure ihr Können unter Beweis stellen. Der Gewinner jedes Landes darf nun Ende Mai am Europafinale der Scania Driver Competitions in Södertälje (SE) teilnehmen und sein Land vertreten.

    Bereits am frühen Samstagmorgen wurden die Teilnehmer zu einem stillgelegten Flugplatz gefahren. Nach einem kurzen Briefing verschoben sich die fünf gemischten Gruppen zu ihren ersten Stationen.

    Die Stationen

    Station 1 Ladesicherung

    • Hier mussten die Teilnehmer als erstes Fragen rund um die Ladungssicherung schriftlich beantworten.
    • Auf einem Auflieger stand eine drei Tonnen schwere Kiste, die es so schnell wie möglich und mit den richtigen Hilfsmitteln gesichert werden musste.

    Station 2 Eco Drive

    • Eine definierte Strecke auf dem ehemaligen Flugplatzgelände musste mit möglichst niedrigem Treibstoffverbrauch, höchster Geschwindigkeit und in möglichst kurzer Zeit bewältigen werden.
    • Auch der Spass-Faktor kam nicht zu kurz, denn jeder Teilnehmer musste liegend auf einem Werkstatt-Rollbrett einen eingezeichneten Parcour abfahren und dabei Radmuttern aufheben und sicher und ohne Verluste ans Ziel bringen.

    Station 3 Rescue & Fire

    • Bei diesem Posten galt es eine Situation mit Feuer rasch und sicher mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen, einen Dummy durch Herzmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung zu reanimieren.
    • Weiter mussten Bilder zu einer Strassenrettung in die richtige Reihenfolge gebracht werden.

    Station 4 Combo

    • Mit Banden wurde eine enge Rampenzufahrt simuliert. Der Fahrer musste dabei mit einem kompletten Sattelzug rückwärts zwischen die Banden fahren und mit dem Heck des Trailers hinten die Rampe gleichmässig berühren, was das Auslösen zweier Flaggen zur Folge hat. Beim Vorfahren musste mit dem rechten Vorderrad eine rote Säule zwischen zwei blaue gekippt werden. Nach der Ausfahrt aus dieser simulierten Garage musste der gesamte Zug durch zwei enggesetzte Fässer gefahren werden, ohne diese zu touchieren.
    • Zusätzlich mussten bei diesem Posten noch theoretische Fragen zu den Scania Connected Services beantwortet werden.

    Station 5 Boardwalk

    • Hier musste der Sattelzug als erstes rückwärts im Slalom um drei Säulen manövriert werden, bevor er dann wiederum vorwärts mit allen Rädern auf der Fahrerseite über ein langes Brett manövriert werden musste. Weiter musste der Sattelzug dann rückwärts mit allen Rädern auf der Beifahrerseite über ein identisches Brett zurückgefahren werden.
    • Mit einer Solo-Sattelzugmaschine mussten in einem engen Quadrat insgesamt fünf Säulen gekippt werden (Parabolic Drive). Die Ränder dürfen dabei nicht überfahren werden und die Bälle, welche in einer Schale auf der Sattelkupplung lagen, durften nicht aus der Schale rollen.
       

    Video-Bericht über das Scania Driver Competitions Dreiländer-Finale

    Die Bedingungen waren für alle Teilnehmer extrem schwierig. Zum einen der Zeitdruck bei den verschiedenen Aufgaben, sowie starker Wind und Regen waren permanent eine riesige Herausforderung für die Fahrer. Nach Auswertung aller Aufgaben konnten dann am Abend die besten acht Teilnehmer aus jedem Land verkündet werden.

    Ab dem zweiten Tag ging es dann im K.O.-System weiter. Als erstes galt es im Viertelfinale schnellstmöglichst und ohne Fehler das Super-Z zu bewältigen. Mit dem Aufliegerheck, der Lastwagenfront und dem rechten Vorderrad mussten die roten zwischen die blauen Säulen gekippt werden. Das alles ohne die Ränder des Z-förmigen Feldes zu überfahren. Keine leichte Aufgabe bei starkem Regen und Wind, was die Orientierung über die nassen Rückspiegel extrem erschwerte. Fabian, Markus, Dominik und Adrian schafften es mit ihrer Leistung ins Halbfinale.

    Für das Halbfinale und spätere Finale wurde dann in einem engen Viereck die Aufgabe "Knock the King" aufgebaut. Gespannt verfolgten die Zuschauer auf der Auflieger-Tribüne das Geschehen auf den drei parallel einsehbaren Fahrfeldern. Auch hier galt es die roten Säulen in den vier Ecken zwischen die blauen zu kippen, bevor mit der Fahrzeugfront zum Schluss eine Säule berührt werden musste, ohne dass diese umfiel. Mit einem kurzen Hupen gab der Fahrer ein Zeichen, dass er die Aufgabe beendet hat und die Zeit gestoppt werden konnte. Nach Absolvierung dieser beiden Halbfinals lagen Adrian Egli und Fabian Roth auf den Rängen drei und vier. Markus Prehn und Dominik Vögeli qualifizierten sich durch ihre hervorragende Leistung für das grosse Landesfinale.

    Beim grossen Finale galt es die gleiche Aufgabe wie im Halbfinale zu absolvieren, ausser dass falsch gefallene Säulen nach einem kurzen Vorsetzen des Fahrzeuges durch den Fahrer wieder selbst aufgestellt werden mussten. War der Parcours erfolgreich absolviert galt es nicht die Hupe zu drücken, sondern aus der Kabine auszusteigen, die Verbindung zwischen Fahrzeug und Säule zu prüfen und wenn alles in Ordnung war zur Zielflagge zu springen und diese unter dem grossen Applaus der anderen Teilnehmer und Zuschauer zu schwenken.

    Nachdem die Österreicher und die Deutschen ihren Sieger erkoren hatten, galt es dann für die beiden Schweizer Finalisten ernst. Auf der Tribüne fiebern Familienmitglieder, Freunde und die ausgeschiedenen Fahrer aller Nationen mit. Gekonnt manövrierten die beiden Finalisten Ihre Fahrzeugkombinationen vor und zurück, von links nach rechts. Mit einem deutlichen Vorsprung fällt bei Markus die letzte Säule und auch mit seiner Fahrzeugfront touchierte er die letzte Säule gekonnt und konnte die Siegerflagge schwenken. In der Form eines kleinen Hupkonzertes gab auch der faire Verlierer Dominik dem Sieger seine Anerkennung zur grossartigen Leistung.

    Da Markus Prehn nicht über die Schweizer Staatsbürgschaft verfügt, darf er gemäss den offiziellen Teilnahmebedingungen die Schweiz am Europafinale nicht vertreten. Leider hat sich das erst nach dem grossen Finale herausgestellt, wofür sich die Scania Schweiz AG entschuldigt. Trotzdem darf Markus «Maff» auf seinen errungenen Sieg mächtig stolz sein. An seiner Stelle wird nun der zweitplatzierte und somit beste Schweizer Dominik Vögeli aus Wangs (SG) für die Schweiz in Södertälje antreten.

    Pressekontakt

    Tobias Schönenberger

    Leiter Marketing & Kommunikation