Nachhaltigkeit

BEV Autotransporter

Gemeinsam auf dem Weg zum alltagstauglichen BEV

Gemeinsam mit der MOSOLF Gruppe zeigen wir, wie leistungsfähig BEV-Technologie heute schon im echten Transportalltag ist. Die Erfahrungen verdeutlichen, welches Potenzial batterieelektrische Lösungen für Speditionen bereits bieten.

 

Wenn ein Logistikunternehmen wie die MOSOLF Gruppe batterieelektrische Lkw in seine Fahrzeugtransporte integriert, sagt das mehr aus als jede theoretische Diskussion über Reichweiten oder Ladeleistungen. Die Gruppe zählt seit Jahrzehnten zu den führenden Systemdienstleistern der Automobilindustrie und bewegt täglich eine enorme Zahl an Neu- und Gebrauchtfahrzeugen quer durch Europa. Autotransporter sind für dieses Geschäft unverzichtbar, und gerade sie gelten als besonders anspruchsvoll: hohe Eigengewichte, komplexe Aufbauformen, große Fahrzeuglängen und Einsatzprofile, die lange Tagesdistanzen ebenso umfassen wie präzise getaktete Abläufe. Dass ein elektrisch angetriebener Autotransporter diese Anforderungen bewältigen kann, wird von vielen skeptisch betrachtet.

Gemeinsame Entwicklung für ein außergewöhnliches Einsatzprofil

Gemeinsam mit der MOSOLF Gruppe hat Scania die anfängliche Skepsis gegenüber einem alltagstauglichen BEV-Lkw Stück für Stück ausgeräumt. Ziel war ein Fahrzeug, das nicht nur einzelne Touren meistert, sondern den Diesel voll ersetzt. Dafür entstand in enger Zusammenarbeit ein speziell zugeschnittenes Lowliner-Fahrzeug mit optimierter Achskonfiguration und einer neuen elektrischen Antriebsgeneration mit größeren Batterien. Die ersten Tests zeigten bereits Tagesleistungen von bis zu 700 Kilometern über zwei Schichten. Mit der aktuellen Generation wächst die Praxistauglichkeit weiter: rund 450 Kilometer Reichweite pro Ladung, höhere Effizienz und Ladeleistungen bis 375 kW. So lassen sich selbst komplexe Transportaufgaben elektrifizieren, ohne die Einsatzfähigkeit zu verlieren.

Fahrerakzeptanz als Schlüssel für den Alltagserfolg

Das Feedback der Fahrer spielt eine zentrale Rolle. Viele erleben das ruhigere Fahrverhalten als deutliche Entlastung, vor allem auf langen Strecken. Das sofort anliegende Drehmoment erleichtert das Rangieren und bietet mehr Kontrolle als ein konventioneller Antrieb. Vorbehalte schwanden schneller als erwartet, einige möchten gar nicht mehr in einen Diesel zurück. Für MOSOLF passt die Elektrifizierung gut zur eigenen Strategie. Als Partner der Automobilindustrie will das Unternehmen ökologische Verantwortung, technische Entwicklung und effiziente Abläufe verbinden. Die elektrischen Autotransporter stehen daher nicht für einen Versuch, sondern für ein klares Signal, dass Elektromobilität selbst in anspruchsvollen Spezialaufgaben schon heute funktioniert.

Zu einem nachhaltigen Transport

Für Spediteure, die über den Einstieg in BEV-Lkw nachdenken, liefert dieses Projekt einen entscheidenden Erkenntnisgewinn. Es zeigt, dass die Machbarkeit nicht allein von der Technologie abhängt, sondern von einem Zusammenspiel aus passgenauer Fahrzeugkonfiguration, kluger Ladeplanung, einer realistischen Analyse der Einsatzprofile und einem Partner, der nicht nur liefert, sondern mitentwickelt. Die Zusammenarbeit von MOSOLF und Scania macht deutlich, dass batterieelektrische Lkw nicht länger nur im städtischen Verteilerverkehr ihre Stärken ausspielen, sondern auch dort, wo Fahrzeuge schwer, Abläufe komplex und Einsatzzeiten lang sind. Damit sendet das Projekt ein starkes Signal an die Branche: Der BEV-Lkw ist auf dem Weg vom Pilot zur tragfähigen Lösung und er kann auch in hochspezialisierten Transportwelten zur Realität werden.

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