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BEGEHRTE AUSZEICHNUNGEN

Professor Ferdinand Porsche Preis

Vom Problem zur Innovation

Magnus MackAldener erhielt vor Kurzem den wichtigen „Professor Ferdinand Porsche Preis“ für die herausragende Forschung im Bereich der Abgasnachbehandlung bei Scania. Der Erfolg wurde durch die enge Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Lars Dahlén aus der Forschung- und Entwicklungsabteilung von Scania möglich.

Die Dynamik zwischen den jeweiligen Abteilungen führte zum ersten und kleinsten Abgasnachbehandlungssystem gemäß Euro-6-Norm auf dem Markt. Er erhielt den Preis für die Entwicklung des ersten und kleinsten (im Segment bis zu 490 PS) Abgasnachbehandlungssystems zur Erfüllung der Euro-6-Norm.

„Das war natürlich eine Teamleistung“, sagt MackAldener. „Viele lange Stunden und harte Ingenieurarbeit stecken hinter dem Erfolg. Und die Arbeit lief nicht immer reibungslos.“

Diskussionen und Kompromisse

Er beschreibt, wie zwei leistungsfähige Organisationen mit unterschiedlichen Interessen laufende Diskussionen führten und bei den Anforderungen gegenseitige Zugeständnisse machen mussten. In diesem Fall waren diese Organisationen MackAldeners eigenen Abteilung, die an der Motorenentwicklung arbeitet, und Lars Dahléns Abteilung, die sich mit Fahrgestellentwicklung befasst.

„Mein Team musste auf die bestmögliche Leistung des Abgasnachbehandlungssystems abstellen, aber Lars und sein Team mussten das System so effektiv wie möglich in das Fahrzeug integrieren“, sagt MackAldener. „Dabei spielt die Größe des Schalldämpfers eine wichtige Rolle.“

In guter Gesellschaft

Lars Dahlén findet es erstaunlich, im selben Atemzug wie Airbags und das Allradsystem des Audi Quattro genannt zu werden, zwei bahnbrechenden Innovationen, die diese Auszeichnung zuvor gewonnen haben.

„Innovation entsteht meist durch miteinander in Konflikt stehende Anforderungen“, sagt Dahlén. „Es ist der Konflikt, der zu neuen Lösungen führt.“

Umgang mit Abweichungen

Bei Scania entsteht Entwicklung häufig aus dem Umgang mit Abweichungen – und davon bot dieses Projekt wirklich viele.

„Der Preis erinnert uns daran, dass ständig viele gute Dinge passieren, auch wenn es hin und wieder Konflikte gibt“, so Dahlén. „Das ist ein guter Gedanke für das nächste Projekt – es zahlt sich aus, diese Situationen durchzustehen.“

Austausch von Wissen

Sowohl MackAldener als auch Dahlén betonen, dass der Austausch von Wissen zwischen den Abteilungen und das Lernen voneinander entscheidende Erfolgsfaktoren sind. Es gab kein organisiertes System für den Wissensaustausch. Dieser fand vielmehr durch eine offene und großzügige Kultur statt, in der erfahrenere Mitarbeiter jüngeren Kollegen etwas beibrachten.

Dahlén erläutert: „Informationen konnten im gesamten Projekt frei und ungehindert fließen, sodass jeder auf dem neuesten Stand war. Wir genossen auch die enge Zusammenarbeit.“

MackAldener ergänzt: „Von den 90 Personen, die letztendlich am Projekt beteiligt waren, war nur eine Handvoll bereits zu Beginn dabei. Das zeigt, dass das Wissen effektiv geteilt wurde.“

Auszeichnungsträger der Vorjahre, einige Beispiele

1981: Jürgen Paul & Heinz Leiber, Mercedes-Benz & Bosch, ABS

1983: Jörg Bensinger, Audi, Quattro (Allradantrieb)

1999: Anton van Zanten & Armin Müller, Bosch & DaimlerChrysler, ESP

2007: Hans-Michael Güther, SGL Brakes, Carbon-Keramik-Bremse

2011: Wolfgang Huhn & Kamislav Fadel, Audi & Automotive Lighting, LED-Beleuchtung