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Porträt Stefan Spengler

Gewinner des nationalen Finales der Scania Driver Competitions

 

Dem Wettbewerb gewachsen

Stefan Spengler ging als Sieger aus dem deutschen Vorentscheid des Scania Driver Competitions hervor und sorgte für Freudentränen bei der Familie. Jetzt wartet das internationale Finale des Wettbewerbs in Schweden auf ihn.

Gute Vorbereitung

"...für den internationalen Wettkampf heißt es jetzt gut vorbereiten. Dazu nutze ich jede Gelegenheit wie auch das Scania Fahrsicherheitstraining auf dem Sachsenring...“

Stefan Spengler

Vertreter Scania Driver Competitions

Dicke Freudentränen rinnen der kleinen Emily über ihre rosigen Wangen, als sie nach langem Mitfiebern endlich am Telefon die erlösende Nachricht bekommt. Ihr Papa hat es tatsächlich geschafft und darf nun Ende Mai für Deutschland in die Scania Hochburg nach Södertälje reisen. Dort findet das Europafinale des Scania Fahrerwettbewerbs 2018/2019 statt, an dessen Ende der Sieger einen nagelneuen Scania im Wert von 100.000 Euro gewinnt. 

 

Der Weg bis dorthin ist kein leichter. Nur jeweils ein Fahrer pro Land kann sich für den Endausscheid des Scania Driver Competitions 2019 in Schweden qualifizieren. Und Stefan Spengler hat diese erste Hürde souverän genommen. Der 33-jährige Berufskraftfahrer aus Rhönblick in Thüringen meisterte den anspruchsvollen Theorietest im Internet mit Bravour und setzte sich im nationalen Ausscheid gegen seine 19 Kontrahenten im praktischen Umgang mit schweren Lkw durch. Für das Dreiländerfinale hatte Scania die besten 20 Lkw-Fahrer aus Deutschland, 10 aus Österreich und 10 aus der Schweiz ermittelt und zum Wettkampf geladen. Der beste Lkw-Fahrer Deutschlands heißt Stefan Spengler.

 

Der Weg zum Glück

 

Die IAA Nutzfahrzeuge 2018 in Hannover war für Stefan Spengler die Initialzündung. Von dem Fahrerwettbewerb der Lkw-Marke mit dem Greif hatte der gebürtige Thüringer schon gehört. Aber einmal selbst daran teilnehmen, dazu fehlte es ihm bisher an Selbstvertrauen. Auf dem Scania Messestand in Halle 12 überzeugte ihn das Standpersonal, sich für den europäischen Fahrerwettbewerb einzuschreiben. Ein Zurück gab es für ihn nicht. Ein Mann, ein Wort – lautet seine Devise.

 

„Anfangs habe ich mir nicht viele Gedanken darum gemacht. Ich wollte einfach dabei sein und mich selbst testen, wie weit ich komme“, gesteht Stefan Spengler. Das Lkw-Fahren hat er als 18-Jähriger während der Ausbildung zum Berufskraftfahrer aus dem Effeff gelernt und inzwischen 15 Jahre Fahreralltag absolviert. Im Job macht ihm heute kaum einer etwas vor.

Viel Zeit zur Vorbereitung auf den ersten Wettkampf hatte der zweifache Familienvater nicht. In den kalten Monaten herrscht bei ihm Hochsaison. Für die Spedition Spengler in Walldorf bei Meiningen, die seine Frau Jeannette und ihr Bruder Marcel Spengler leiten, fährt der passionierte Kraftfahrer im Winterdienst eine 540 PS starke Sattelzugmaschine mit Schneepflug an der Front und Salzstreuer am Heck. Wird es wärmer, tauscht er die Winterausrüstung gegen Holz-, Schubboden- oder Kippauflieger. Ob nachts im verschneiten Landkreis Schmalkalden-Meiningen mit Schneepflug über Berg und Tal pflügen und die Wege räumen oder Baumstämme aus schmalen Waldwegen zirkeln, alles erfordert ein gutes Augenmaß, viel Geschicklichkeit und langjährige Erfahrung. Alles Zutaten, die auch beim Scania Fahrerwettbewerb helfen.

 

Mit Talent und Können

 

Dass seine Erfahrungen mit Scania schon ein paar Jahre zurückliegen, stellte sich nicht als Handicap heraus. Auch ohne die neue R- und S-Baureihe im Detail zu kennen, gelang ihm das Husarenstück, einen nach dem anderen Teilnehmer in den praktischen Übungen Rangieren, Ladung sichern, Erste Hilfe leisten und spritsparend Fahren zu übertrumpfen. Mit Argusaugen beobachtete Jeannette Spengler ihren Mann und die Konkurrenz beim Bewältigen der immer schwieriger werdenden Aufgaben. Nach jeder bestandenen Prüfung musste sie den Zwischenstand nach Hause funken, wo die elfjährige Emily mit ihrer kleinen Schwester Luise und Opa Harald Spengler ausharrten und kaum glauben konnten, dass das Finale zum Greifen nah war. Als der Sieger vom Platz ging, gab es für seine Familie kein Halten mehr: Freudenschreie, Freudentänze und Freudentränen bei der Tochter und ein ungläubiger, schwer beeindruckter Schwiegervater. Ein Traum hatte sich erfüllt.

„Ich weiß, was Stefan kann und habe ihm das insgeheim auch zugetraut. Aber ich hätte nie gedacht, dass er bei dieser Anspannung auch die Nerven behält. Ich wäre aus diesem Grund sicher gescheitert“, beteuert der sichtlich stolze Harald Spengler.

 

Die nächste Wettbewerb-Etappe im Fokus

 

„Ich bin ziemlich entspannt und ohne mir selbst Druck zu machen zum Dreiländer-Vorentscheid nach Pferdsfeld bei Bad Sobernheim gefahren. Mit einem Sieg habe ich nie gerechnet. Umso schöner und aufregender ist es jetzt, Deutschland im Europafinale des Scania Driver Competitions in Södertälje vertreten zu dürfen“, gesteht der nationale Gewinner. Darauf bereitet sich Stefan Spengler akribisch vor. Er will seine Nation nicht enttäuschen und nach Möglichkeit den edlen Hauptpreis mit dem Scania Greif im Kühlergrill nach Hause mitbringen. Dafür nutzt der Thüringer nun jede erdenkliche Möglichkeit. Auf dem Sachsenring lernte Spengler den neuen Scania R während eines professionellen Scania Fahrsicherheitstrainings besser kennen und war vom hohen Fahrkomfort und dem einfachen Handling angetan. Besonders lobt er dort die gute Rundumsicht und die tadellose, präzise Lenkung der modernen Sattelzugmaschinen.

Außerdem nahm Stefan Spengler in Frankfurt am Main an einem zweitägigen Lehrgang für Ladungssicherung teil, um seine Kenntnisse auf diesem Gebiet aufzufrischen und zu vertiefen. Um nichts dem Zufall zu überlassen, mietete Schwiegervater Harald noch schnell auf eigene Kosten zwei neue Scania an, eine S- und eine R-Sattelzugmaschine. Die darf der bescheidene Anwärter auf den Europatitel als bester Lkw-Fahrer jetzt nacheinander in den verbleibenden Wochen bis zum Finale in Schweden steuern. Das soll helfen, die späteren Wettkampffahrzeuge wie im Schlaf bedienen zu können. Mehr geht nicht.

„Der Stefan ist ein ganz Abgebrühter. Wenn er so agiert wie beim Vorentscheid, kann er Titel und Truck nach Deutschland holen“, versichert René Seckler, der den Thüringer zusammen mit Holger Maier, Leiter der Scania Fahrer Akademie, in seiner Vorbereitungsphase gecoacht hat. René Seckler gewann 2007 selbst den Fahrerwettbewerb in Deutschland und betreut heute als Press Test Officer bei Scania die Pressetests in Deutschland und Österreich. „Die Aufgaben beim internationalen Finale ähneln zwar den nationalen Wettbewerben, aber im entscheidenden Moment gehört bei Wettkämpfen immer auch etwas Glück dazu“, weiß der Schwabe aus eigener Erfahrung zu berichten. Das stand damals in Schweden nicht auf seiner Seite.

Dieses Jahr kann alles anders werden. Stefan Spengler hat es selbst in der Hand. Für seine Familie stellt sich die Frage, wer Ende Mai zum Mitfiebern und als seelischer Beistand mit ihm nach Schweden reisen darf. Klar würde die Lkw-begeisterte Emily gerne live dabei sein. Aber das geht nicht. Auf jeden Fall wird sie mit ihrem Vater mitfiebern und am Telefon ausharren und auf erlösende Anrufe nach jeder gelösten Aufgabe warten. Die kommen hoffentlich bis zum Finale der letzten Drei, so dass wieder viele Tränen der Freude kullern. Und wenn ihr Papa es tatsächlich schafft und den Wettkampf gewinnt, dürfte bei den Spenglers ein Traum wahr werden. Wir drücken die Daumen. 

 

Stefan Spengler - Scania Fahrsicherheitstraining

Scania Driver Competitions in Kürze

Der erste Scania Fahrerwettbewerb fand 2003 noch unter dem Namen „Young European Truck Driver“ statt. Anmelden und mitmachen durften bislang nur Lkw-Fahrer, die nicht älter als 35 Jahre waren. Mit der Wettbewerbsrunde 2018/2019 ist das Alterslimit für die Teilnahme erstmals aufgehoben und infolgedessen trägt der Wettbewerb den Namen „Scania Driver Competitions“. Mitmachen dürfen alle Lkw-Fahrer und Lkw-Fahrerinnen ohne Altersbeschränkung, die jeweils ihren Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz haben. Nach einer Theorierunde im Internet müssen die besten nationalen Fahrer an zwei Tagen die erste Praxisrunde meistern. Am Dreiländerfinale 2019 nahmen 20 Kandidaten aus Deutschland, 10 aus Österreich und 10 aus der Schweiz teil. Die jeweiligen Landessieger haben sich für das Europafinale im Scania Driver Competitions am 25. Mai 2019 in Södertälje (Schweden) qualifiziert. Als Hauptpreis winkt dem Sieger ein Scania im Wert von 100.000 Euro.

 

Firmen-Kurzporträt: Spedition Spengler GmbH

Harald Spengler hat die Baustoff-Spedition Spengler GmbH 1986 von seinem Vater Arthur Spengler übernommen und um den Transport von Stückgut, Lebensmitteln, Getränken, Möbeln, landwirtschaftlichen Gütern sowie den Winterdienst für das Straßenbauamt erweitert. Gleichsam gesellten sich zu den nationalen Fuhren des zwischen Hessen-Bayern-Thüringen ansässigen Unternehmens aus Walldorf bei Meiningen  mehr und mehr internationale Fahrten von Spanien bis Norwegen. Heute ist der Spengler-Fuhrpark auf rund 160 Einheiten angewachsen. Darunter nicht nur 460 bis 580 PS starke Sattelzugmaschinen und Auflieger, sondern auch Dreiachskipper, Bau- und Kehrmaschinen, Kleintransporter und Anhänger. Den 1926 vom Großvater Wendelin Spengler gegründeten Familienbetrieb hat der 64-jährige Harald Spengler schon an seine beiden Kinder Jeannette und Marcel Spengler übergeben, die seit Anfang 2019 zu gleichen Teilen die Geschicke der Walldorfer Spedition mit Bürogebäude, Werkstatt und Lager an der Autobahn A71 lenken.

Scania Fah­rer-Coa­ching vor dem Eu­ro­pa­fi­na­le

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