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Scania testet kabellose Schnell-   aufladung im Stadtverkehr

Der erste Busdienst mit kabellosem (induktivem) Haltestellen-Ladesystem startet seinen Betrieb in Södertälje (SE). Ab sofort ist dort ein von Scania neu entwickelter Elektro-Hybridbus im städtischen Linienverkehr unterwegs. Der Versuch ist ein Teil der Forschung nach nachhaltigeren Lösungen für den urbanen öffentlichen Transport.

Zum ersten Mal wird diese neuartige Technologie in den nordischen Ländern getestet. Sowohl der Bus wie auch die Haltestellen-Ladelösung sind Teil eines Forschungsprojekts, in dessen Rahmen Scania in Zusammenarbeit mit den öffentlichen Verkehrsbetrieben der Region Stockholm SL, Vattenvall, den Behörden von Södertälje und der Königlichen Technischen Hochschule (KTH) ein leises und nachhaltiges öffentliches Transportsystem entwickelt. Finanziert wird das Projekt unter anderem durch die schwedische Energiebehörde.

Solche neuen Technologien können in nördlichen Ländern nur dann zum Einsatz gelangen, wenn diese auch in einem raueren Klima funktionieren und ihren vorgesehenen Dienst verrichten. Beim kabellosen Laden an der Haltestelle parkiert der Bus auf einer induktiven Schnelllade-Platte und lädt so das Fahrzeug wieder für die nächste Tour auf. Das Design dieser induktiven Schnelllade-Platte wurde so gestaltet, dass sich diese unauffällig in die bestehenden städtischen Umgebungen integrieren lässt und im Grunde fast unsichtbar ist. Die rund sieben Minuten dauernde Ladezeit reicht zudem aus, dass die ganze 10-km-lange Route des Busses in Södertälje zurückgelegt werden kann.

„Der Elektro-Hybridbus präsentiert in diesem Projekt eine Technologie, welche eine noch nachhaltigere Transportlösung ermöglicht. Die induktive Ladetechnologie ist sowohl leise als auch unsichtbar. Der Praxistest in Södertälje ist deshalb von grösster Bedeutung angesichts der Entscheidungen, welche die Gesellschaft und die Automobilindustrie in Bezug auf die Reduktion der Emissionen und des Verkehrslärms im sensiblen urbanen Umfeld bevorstehen“, sagt Hedvig Paradis, Projektmanager bei Scania und verantwortlich für die Beteiligung des Unternehmens am Forschungsprojekt.

Die Kosten des Projekts belaufen sich auf etwas über vier Millionen Euro, von welchen Scania etwas mehr als die Hälfte beisteuert. Die schwedische Energiebehörde etwas über eine Million Euro für die Forschung gesprochen, welche auf die Königliche Technische Hochschule, Scania und SL aufgeteilt werden.

„Dies ist eines von mehreren Projekten von Scania mit dem Ziel, Lösungen für zukünftige, nachhaltige Transportdienste für städtische Gebiete zu finden“, sagt Anders Grundströmer, Leiter der kürzlich gestarteten Scania Sustainable City Solutions. „Wir untersuchen die Bedürfnisse der Städte und entwickeln Systeme für umweltfreundliche, schnelle, sichere und kosteneffiziente Transportlösungen, die auf lokal produzierten alternativen Kraftstoffen inklusive Strom basieren.“

Die Elektrifizierung der Transportbranche verlangt verschiedene Technologien und Lösungen – sowohl in Hinsicht auf den Ort als auch auf die Art der Fahrzeug-Aufladung. Die Fahrzeuge können entweder im Bus-Depot, an der Haltestelle oder direkt während des Betriebs auf der Buslinie aufgeladen werden. Letzteres ist durch konduktive Ladung über einen Scherenstromabnehmer, durch induktive Ladung oder mithilfe einer Kombination beider Techniken.

Die Wahl der Technik hängt von der jeweiligen Transportaufgabe, Streckenwahl und –länge ab. Gewicht und Grösse der Batterien, die das Fahrzeug mitführen kann, bestimmen beispielsweise, wie oft dieses während des Betriebs aufgeladen werden muss. 

Der Bus, den Scania in Södertälje im Stadtverkehr testet, basiert auf der bekannten Hybrid-Technologie von Scania. Das heisst seine Batterien werden mithilfe der Bremskraft auch während des Betriebs geladen. Auch möglich ist die Aufladung über den Verbrennungsmotor des Fahrzeugs, welcher mit Biodiesel-Treibstoff betrieben wird.

Technische Daten des Scania-Fahrzeugs:

Modell:                                   Scania Citywide LE 4x2
Antriebsstrang:                    parallel-hybrid, in das Getriebe integriert (GR895)
Elektromotor:                       130 kW
Batterie:                                 Li-Ion 56 kWh
Verbrennungsmotor:          9 Liter, 320 PS, Dieselmotor (Biodiesel-betrieben)

Weitere Informationen über die Elektrifizierung von Scania: www.scania.com/electrification

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